top of page

UMWELTPROBLEM Haus

Es liegt an uns.

38 %

der weltweiten Energie- und Materialressourcen werden im Bausektor verbraucht.

60 %

des Gesamtmüllaufkommens ist auf die Baubranche zurückzuführen

42 %

der Menschen wünschen sich ein Eigenheim.

Weil ein Haus der menschlichen Versorgung dient, ist es genauso wie ein Fahrzeug, ein Kleidungsstück oder ein Möbel als Konsumprodukt einzustufen, das am Ende seiner linearen Produktion und Nutzung, als Abfall zurückbleibt. Es lässt sich gut vorstellen, wie groß der Pro-Kopf-Baumassenbedarf(-Verbrauch) eines Menschen im Verlauf seines Lebens ist.

Es liegt auf der Hand, dass die Baubranche ein großes Klima- und Umweltproblem ist.

 

Der Treibhausgasausstoß der Bau- und Gebäudewirtschaft liegt nicht nur auf Rekordniveau, sondern entwickelt sich sogar entgegen der im Pariser Klimaabkommen festgelegten Ziele. Weltweit werden im gesamten Sektor über ein Drittel der gesamten Energie- und Materialressourcen verbraucht. Deutschland hatte 2023 bereits im Mai den ihm zustehenden Vorrat an natürlichen Ressourcen verbraucht. Die Betrachtung der Abfallwirtschaft zeigt, dass die Baubranche für insgesamt 60 % des weltweiten Gesamtmüllaufkommens verantwortlich ist. Und weil im deutschen Gebäudesektor rund 28. Mrd. Tonnen verbaute Baustoffe, deren Herkunft nicht mehr nachvollziehbar ist, in bestehenden Gebäuden verbaut sind, zeichnet sich bereits jetzt ein Entsorgungsnotstand ab. In der Gesamtheit der Herstellung, dem Materialeinsatz, dem Energiebedarf, der Nutzung und der Verwertung, ist der Bausektor nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und kulturell weder nachhaltig noch fortschrittlich.

Zusammengefasst bündelt die Bau- und Gebäudewirtschaft ein immenses Potential, den Planeten zu entlasten und dem Kulturwandel neuartige Lebensräume zu liefern. Um den Planeten und somit unseren Lebensraum langfristig zu erhalten, bedarf es einer schnellen und praxisorientierten Transformation der Branche, die über den Tellerrand hinaus geht, um die massiven Umweltbelastungen in ihrer Gesamtheit zu fassen. Wir müssen hin zu zirkulären Gebäuden, zu einer umweltschonenden und systemischen Gebäudeproduktion, zum Zero-Waste-Bau, einem ressourcen-sparenden Materialeinsatz, einem geschlossenen Materialkreislauf, zu regenerativen Energieerzeugung und mehr Energieeinsparung.

Die Einschläge der letzten Jahre führten im Wohnungsbau zu Umsatzrückgängen und vielzähligen Stornierungen, so auch die Ausblicke für die Zukunft. Der Traum vom Eigenheim - für viele nicht mehr bezahlbar. Gleichzeitig ist der Wunsch danach auf einem Rekordniveau. Die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage ist inzwischen riesig und der Lifestyle-Trend der Zukunft heißt: nachhaltig, reduziert und einfach.

Der Bund hat die Defizite im Bausektor identifiziert und ist entschlossen, eine umfassende Bauwende durch unterschiedlichste Maßnahmen einzuleiten, welche in diversen Strategie- und Zielplänen, die sich an den Sustainable Development Goals (SDGS) orientieren und u.a. Eingang gefunden haben in dem Koalitionsvertrag (2021-25) und dem Bündnis bezahlbarer Wohnraum (BMWSB 12.10.2022).

 

Der Wohnungsbau bildet den größten Anteil der Bauwirtschaft, weshalb die Neuentwicklung von Bauweisen für Wohnhäuser elementar ist.

Wichtig zu wissen:

Laut EU-Kommission sollen in der EU ab 2030 nur noch klimaneutrale Wohnhäuser gebaut werden dürfen. Daneben zielt die Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes auf eine verbesserte Kreislaufschließung und Ressourcenschonung ab.

AdobeStock_254311816
AdobeStock_366660856
AdobeStock_278905849
AdobeStock_481635287
AdobeStock_539422485
AdobeStock_339271287
Zero-Waste Bautechnologie
bottom of page